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Burg

Burg

Die Burg bildet eine Stadtdominante und spielt in der Stadtgeschichte eine wichtige Rolle.

Man vermutet, dass die Burg nach den gefundenen romanischen Elementen in dem 3. Viertel des 12. Jahrhunderts gegründet worden ist, d.h. in der Zeit der Herrschaft von Wladislaw dem I. Aus dieser Zeit kommt auch der Rundbau, der im Jahre 1966 entdeckt worden ist, weiter der Turm und auch ein Mauerwerkteil am Turm.

Der Bau wird deutlich vom Raummangel auf der erhöhten Plattform beeinflusst, also mussten einzelne Objekte niedergerissen werden oder wurden zum Bestandteil von späteren Umbauten. Man kann voraussetzen, dass die sogenannte Felsstube, die mit dem Turm verbunden war, zu den ältesten Objekten auch gehörte. Diese Verbindung hat  im Falle der Gefährlichkeit ermöglicht, in den Turm zu ziehen. Der einzige Turmeingang war nämlich in der Höhe von einiger Zehner Meter über dem Boden.

In der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts ist das Markgrafengebäude zugebaut worden, nach dem Jahre 1412 dann auch das Hauptmannsgebäude. Während der Herrschaft von Luxemburgern ist auch der Nordpalastkern entstanden.

Die Luxemburger haben überhaupt die Burg sehr geliebt. Einige Mal verweilte hier Eliška Přemyslovna (Elisabeth von Böhmen) mit ihren Kindern, besonders in den unruhigen Zeiten oder in den Konfliktenzeiten zwischen ihr und ihrem Mann Johann von Luxemburg. Im Jahre 1319 kam es zum letzten Streit. Der König entzog Elisabeth den Einfluss auf Kinder und schickte sie nach Mělník. Die Kinder wurden hier dann zwei Monate „gefangen gehalten“, unter ihnen auch der spätere Kaiser Karl der IV., der hier seine Mutter letztes Mal in seinem Leben gesehen hat.

Als Erwachsener hat Karl der IV. in der Burg mehrmals verweilt. Er hat der Stadt einige Privilegien erneut und damit hat er bei der Erneuerung der Stadt nach einem Brand geholfen. Sein Sohn Václav IV. (Wenzel der IV.) hat in der Burg drei Monate Flitterwochen mit seiner zweiten Ehefrau Sophie, der schönen bayrischen Prinzessin, verbracht. Der nächste Luxemburger, Kaiser Sigmund, hat die Burg, als er Geld gebraucht hat, zuerst an Puta von Illburg und dann im Jahre 1434 an Kaspar Schlick verpfändet. Schlicks hatten die Burg 110 Jahre im Besitz. In diese Jahre fallen nächste Umbauten. Im Vordergrund stehen Renaissnace-Einflüsse und hauptsächlich eine Sehnsucht nach einer bequemen, repräsentativen Residenz. Es sind der Nordpalast, die Kapelle im Ostflügel, die Bastion mit anliegenden Flügeln fertig gebaut. Die Ostbastion ist in ein Stammarchiv umgebaut. Im Ostflügel ist ein großer Saal im 1. Stockwerk gebaut. Das Vermögen ist Schlicks wegen ihrer Teilnahme im Widerstand gegen Ferdinand von Habsburg eingezogen. Die Burg ist in den Stadtbesitz im Jahre 1602 zurückgegeben. Zu dieser Zeit kommt es jedoch zu keinen bedeutenden Renovierungen mehr. Die haben erst am Anfang des 19. Jahrhunderts angefangen; und zwar mit dem Umbau in ein Gefängnis, das unter anderem seinem Zweck bis in das Jahre 1948 gedient hat. Es ist die Felsstube untergegangen, das dritte Geschoss des Schlicks-Schlosses ist niedergerissen worden, der Burghofflügel und das Küchenhaus sind untergegangen. Das Gefängnis hat sich im Gebäude der großen Bastion, im Nordpalast und im Teil des Ostflügels befunden. Es hatte zwei Untergrundgeschosse, eins auf der Geländeebene und zwei oberirdische. In diesen Umbaujahren wurde auch der Einfahrtsweg in die Burg verlegt.

Im Jahre 1907 entsteht ein Museum im Markgrafenhaus. Es ist hier vor allem eine Porzellansammlung ausgestellt.

In Jahren 1972 – 1993 verläuft eine Holzschwammbekämpfung und umfangreiche Renovierungen. Seit dem Jahre 1993 ist die Burg ganzjährig offen.